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Die Geschichte des Internet
1. Einleitung
Das Internet dringt in immer zunehmenderem Maße in den gewerblichen
und privaten Bereich vor. Kein Mensch kann es sich noch leisten, dieses
Netz der Netze zu ignorieren. Kein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo
eine Schlagzeile zum Thema "Internet" auftaucht. Gerade die
Berichterstattung der traditionellen Medien wie Zeitungen, Funk und Fernsehen
malt immer wieder Schreckgespenster und Horrorszenarien von Gewaltverbrechen
im und durch das Netz an die Wand. Vielleicht ist dabei auch ein klein
wenig Sorge um die eigene Existenz im Spiel.
Dabei lässt sich vermutlich die rasante Entwicklung in keiner Weise
aufhalten.
Dieser Teil bemüht sich um eine möglichst wertungsfreie Analyse
des Internet. Mir erschien dabei eine Annäherung über die historische
Entwicklung an diese komplexe Materie der richtige Weg.
2. Die Geburt
die Geburt war Ende der 50er Jahre,
wie sollte es auch anders sein, in Amerika. "Der Geburtshelfer war
der kalte Krieg". Eine der Denkfabriken des Kalten Krieges, die "RAND
Corporation" in den USA bekam von der US-Regierung den Auftrag ein
Konzept für ein militärisches Kommando- und Überwachungsnetzwerk
zu entwickeln. Die Problematik sah folgendermaßen aus: Wie sollten
die US-Machtinhaber, -Behörden und -Militärs nach einem Nuklearkrieg
untereinander die Kommunikation aufrecht erhalten?
Ein atomar verwüstetes Amerika würde ein Kommando- und Steuerungsnetzwerk
benötigen, das alle Städte und Staaten, sowie alle militärischen
Stützpunkte miteinander verbindet. Wie schwer auch die Verwüstungen
(auch des Netzes selber) gewesen wären, die funktionsfähigen
Teile sollten nach wie vor in der Lage sein, untereinander zu kommunizieren.
Wie aber sollte dieses Netzwerk selbst
gesteuert werden? Jede zentrale Behörde oder jede zentrale technische
Einheit würde naturgemäß das Risiko des Ausfalls in sich
tragen, egal wie gut sie geschützt wäre. Sie wäre selbst
wahrscheinlich ein bevorzugtes Ziel gegnerischer Angriffe geworden. Unter
höchster militärischer Geheimhaltung begann die "RAND Corporation"
- vermutlich im Jahre 1962 - damit, dieses Problem zu untersuchen. Die
von Paul Baran (ein damaliger Mitarbeiter der RAND Corporation) erarbeiteten
Lösungsvorschläge wurden erstmalig 1964 veröffentlicht.
Das wichtigste daran waren zwei Punkte:
1. Das Netzwerk sollte keine zentrale Steuerung und damit auch keine zentrale
Autorität erhalten.
2. Das Netzwerk sollte von Beginn an so ausgebildet werden, dass schon
die kleinsten Komponenten komplett funktionsfähig und autark wären.
Als 1957 die Sowjetunion mit Sputnik den
ersten Satelliten in die Erdumlaufbahn schoss, startete die US-Regierung
eine Vielzahl von Forschungsprogrammen mit dem Ziel, die Militär-Technologie
der USA wieder in eine weltweit führende Position zu bringen. Dazu
wurde die ARPA (Advanced Research Projekts Agency) gegründet, deren
Aufgabe es war, neue innovative Technologien zu entwickeln.
3. Warum ist es auf der Welt?
Den Lebenssinn hat es in der Berechtigung,
Nachrichten zu erzeugen, zu empfangen und zu übertragen. Die Nachrichten
selbst sollten in einzelne Pakete unterteilt werden, wobei jedes Paket
einzeln mit Absender und Empfänger versehen werden sollte. Jedes
Paket wurde an einem Startknoten in das Netz eingebracht und an einem
Zielknoten entgegengenommen. Jedes Paket sollte einem individuellen Weg
durch das Netz folgen können.
Die genaue Route eines Pakets war also
vollkommen unwichtig, wichtig war ausschließlich, dass das Paket
am Zielort eintreffen würde. Jedes Paket wurde also, ähnlich
eines Wassereimers in einer Menschenkette, von Knoten zu Knoten weitergereicht,
immer an einen Nachbarn, der wusste, über welchen seiner Nachbarn
das Paket seinem Ziel ein Stück näher kam, bis es am Zielpunkt
angekommen war. Auch wenn große Teile des Netzes ausgefallen wären,
sollte dieses Prinzip nach wie vor funktionieren, solange der Empfänger
nur überhaupt noch irgendwie Kontakt zum Netz hätte, da immer
nur direkte Nachbarn miteinander kommunizierten. Dieses System erscheint
zwar sehr ineffizient, da Kriterien, wie Laufzeiten der Pakete oder Dauer
der gesamten Nachrichtenübermittlung nicht berücksichtigt wurden,
aber es war und ist im höchsten Maße ausfallsicher.
4. Das Internet lernt laufen
In den 60er Jahren wurde dieses Konzept ohne wirklichen Fortschritt zwischen
RAND, MIT und UCLA herumgereicht, aber das erste kleine Testnetz, das
wirklich auf diesen Grundlagen realisiert wurde, stand in Großbritannien.
1968 wurde es vom dortigen National Physical Laboratory in Betrieb genommen.
Aber nur kurze Zeit später entschied das Pentagon, ein wesentlich
größeres Projekt in den USA zu realisieren. Als Knoten sollten
seltene und sehr teure Hochgeschwindigkeits-Supercomputer eingesetzt werden.
Im Frühjahr 1969 wurde der erste dieser Computer in der kalifornischen
Universität installiert. Im Dezember waren dann schon 4 Universitäten
mit so einem Knotenrechner ausgestattet und über schnelle Datenleitungen
miteinander verbunden. Die Advanced Research Projects Agency war federführend
bei dem Aufbau und gleichzeitig Namensgeber des Netzes: das ARPA-Net war
geboren September 1969) und somit die Grundlage des spätern Internet.
Mit Hilfe des ARPA-Netzes waren die Wissenschaftler in der Lage, Computerdaten
und
-programme auf fremden Rechnern über weite Entfernungen direkt zu
nutzen und diese Rechner Ihren Wünschen entsprechend zu steuern.
1970 schlossen sich die Harvard-Universität und das MIT dem Netzwerk
an. Dieses Netz entwickelte sich schnell weiter, so dass 1971 bereits
mehr als 30 Knoten existierten und man stellte fest, dass es hervorragend
funktionierte. 1973 verschärfte das Pentagon die Zugangskontrollen
zum Netz. Um dieses auch nach außen zu demonstrieren, wurde es umbenannt.
Es entstand das "DARPA-Net" (Nachfolgeorganisation von ARPA),
wobei das "D" für "Defense" stand.
5. Hier sind die ersten Resultate
Bereits im zweiten Jahr hatte sich gezeigt, dass sich das ARPA-Net zu
einer staatlich subventionierten elektronischen Post entwickelt hatte.
Der hauptsächliche Datenverkehr entstand durch den Austausch von
Neuigkeiten und persönlichen Nachrichten. Die Forscher nutzten das
ARPA-Net, um Projekte abzusprechen, um Erfahrungen auszutauschen und vielleicht
auch, um den einen oder anderen Witz zu verbreiten. Die Leute hatten ihren
persönlichen Netzzugang und ihre persönliche Adresse für
ihre elektronische Post. So hatte man die ersten sog. "Mailing-Listen"
entwickelt; eine Technik des Rundsendens im Netz, bei der dieselbe Nachricht
an alle Abonnenten einer solchen Liste verschickt wurde. Das mussten nicht
zwangsläufig beruflich bezogene Listen sein. Bezeichnenderweise entstand
eine der ersten wirklich großen Mailinglisten im ARPA-Net als Zusammenschluss
der Science-Fiction-Fans im Netz und trug den Namen "SF-LOVERS".
6. Die Kindheit
Im Laufe der 70er und noch mehr im Laufe der 80er Jahre erhielten immer
mehr unterschiedliche Gesellschaftsgruppen Zugang zu leistungsfähigen
Computern. Die Netzgemeinde war nicht mehr auf Militärs, Regierung
und Universitäten beschränkt. Es wurde schließlich immer
einfacher, diese Computer an das ständig wachsende "Netz der
Netze" anzuschließen. Es kamen immer mehr Netze an "das
Internet" heran, indem Datenleitungen von bisher autonomen Netzen
zu bereits im Internet integrierten Netzknoten geschaltet wurden, wodurch
die darin enthaltenen Netzknoten ihrerseits wiederum zu Internet-Netzknoten
wurden. Die Software, die sog. "Public-Domain" war so für
jedermann gegen Zahlung von Beträgen zu erwerben und es war schwierig
die Leute davon abzuhalten sich an beliebigen Stellen in das Netz einzuklinken.
Eigentlich wollte das auch niemand. So wuchs also ein vollkommen chaotischer
Verbund von unterschiedlichsten lokalen Netzwerken aus der ganzen Welt
zu etwas zusammen, das dann unter dem Namen "Internet" bekannt
wurde.
7. Kindheitsprobleme und deren Lösungen
1984 begann die National Science Foundation NSF, einen Nachfolger für
das vollkommen überlastete ARPA-Net aufzubauen. Das NSF-Net hatte
größere und schnellere Knotenrechner, mehr und schnellere Datenleitungen
und wurde permanent aus- und umgebaut. So hatte man bereits 1986 ein (in
den USA) flächendeckendes Netz aufgebaut, in dem die Netzknoten miteinander
kommunizierten. Dieses Netz wurde bekannt als "Das Internet-Backbone".
Im Jahre 1990 wurde dann endgültig das Ende des ARPA-Net verkündet
(wobei das NSF-Net natürlich weitergeführt wurde). Andere Organisationen
schlossen sich dem NSF-Net an, oder bauten eigene Netze auf, so z.B. die
NASA, die amerikanische Gesundheitsbehörde, usw....
Die Masse der Netze und Knoten wurde schnell unüberschaubar und man
versuchte, die Netze nach ihrer geographischen Zugehörigkeit mit
Namen zu unterteilen, so steht z.B. das Kürzel "de" für
Deutschland. Zusätzlich gründete man sechs Basisbereiche, die
sog. "generic Domains": gov, mil, edu, com, org und net. Gov,
mil und edu standen für die drei Pioniere des ARPA-Net: Government
(Regierung), Military (Militär) und Education (Bildung/Universitäten).
Com markierte den Bereich der Commercials, also der Wirtschaft, die explosionsartig
und mit brutaler Gewalt das Netz expandierte. Die org-Domain blieb anderen
Organisationen vorbehalten, die nicht auf Profitbasis arbeiteten. Mit
net schließlich wurden alle Computer bezeichnet, die als "Gateways",
also als Zugang zu anderen Netzen fungierten.
8. Die Pupertät
Einen ungeheuren Wachstumsschub bekam das Internet durch die Entwicklung
der "Hyper Text Markup Language" HTML in den Jahren 1989/1990
am Kernforschungszentrum CERN in Genf (von Tim Berners-Lee, gilt als Erfinder
des WWW). Durch diese abstrakte Seitenbeschreibung konnte man ein relativ
einheitliches Erscheinungsbild der gleichen Seite auf unterschiedlichen
Rechnern erreichen. Marc Andreessen, Mitbegründer von Netscape, damals
Student an der Universität von Illinois, entwickelte kurz darauf
das erste Fortbewegungsmittel (Browser) durch das neue Datenmeer. Der
Browser dient zur Anzeige dieser sowohl Text als auch Grafik enthaltenden
Seiten. Der Siegeszug des WWW war nicht mehr aufzuhalten. Zusätzlich
können diese Seiten "Hyperlinks" enthalten, die auf andere
WWW-Seiten verweisen und diese durch Anklicken mit der Maus dem Benutzer
direkt verfügbar machen.
Ende 1989 gibt es mit "The World" den ersten kommerziellen Internt-Dial-Up-Provider.
Im Oktober 1990 startet "Clari-Net" und bietet erstmals kommerziell
Informationen via Internet an. Geschlossene kommerzielle Online-Dienste
wie Compuserve oder MCI öffnen sich in Richtung Internet und bieten
ihren Mitgliedern die Möglichkeit, Mails mit Internet-Anwendern auszutauschen.
Selbst den ersten Vorboten des kommenden Trends, alle möglichen und
unmöglichen elektronischen Geräte ans Internet anzuschließen,
gibt es 1990. John Romkey schließt einen Toaster ans Internet an,
der als erstes via Internet fernsteuerbares Gerät in die Geschichte
des Netzes einging.
Die Wachstumsraten des Internet sind beeindruckend.
1991 z.B. wuchs das Netz um 20% MONATLICH. Von 1988 bis 1992 verdoppelte
sich die Anzahl der Netzknoten jedes Jahr.
In den Jahren 1989/1990 entwickelten Peter Deutsch, Alan Emtage und Bill
Heelan, an der Mc Gill-Universität in Montreal mit "Archie"
die erste Suchmaschine. Archie stößt auf reges Interesse und
nach nur sechs Monaten gibt es weltweit im Internet mehr als 60 Archie-Server.
Im Mai 1991 wird am "Stanford Linear Accelerator Center" (SLAC)
in Kalifornien der erste Webserver in den USA installiert und Ende 1992
gibt es bereits 26 verschiedene WWW-Server im Internet.
9. Wen interessiert dieses Kind?
Das Internet ist natürlich nach wie vor besonders beliebt bei Forschern
und Computertechnikern, da es auf Grund seiner Geschichte diesen beiden
Gruppen besonders viel Nutzen bringt. Wahrscheinlich ist das Netz mindestens
unterstützend, wenn nicht gar ursächlich verantwortlich für
die immer kürzer werdenden Innovationszyklen in Wissenschaft und
Industrie, da neue Erkenntnisse, sobald sie im Internet veröffentlicht
werden, praktisch sofort Jedem zu Verfügung stehen und somit oftmals
Fehl- und Doppelentwicklungen verhindert werden können.
Es ist unmöglich, entfernungsabhängige Entgelte zu erheben,
bedingt durch das Prinzip des Netzes, dass nur direkte Nachbarn miteinander
kommunizieren und der Weg eines Datenpaketes nicht klar definiert ist.
D.h., egal an welchem Punkt oder über welche Institution jemand an
das Internet angeschlossen ist, kostet es ihn dasselbe Geld, eine Nachricht
an IBM Deutschland zu schicken oder dieselbe Nachricht an die IBM-Zentrale
in den USA zu senden. Jeder Anbieter ("Provider") von Internetzugängen
kalkuliert immer nur seinen eigenen, lokalen Bereich und entwickelt daraus
seine eigene Gebührenstruktur.
Geschäftsleute wollen das Internet
professioneller im ökonomischen Sinne betrieben sehen, staatliche
Stellen wollen mehr Kontrolle ausüben, Forscher möchten gerne
wieder zurück zum rein wissenschaftlichen Forschungsnetz, Militärs
wollen noch mehr Kontrolle und Sicherheit im Netz, usw.
Eine Zeitlang dominierte bereits das NFS-Net
mit seinem riesigen High-Tech-Park die Szene, doch nachdem andere Institutionen
ähnliche oder noch größere und noch schnellere Netze aufbauten,
entstanden jede Menge "Backbones", so dass der Einfluss von
NFS zurückging. Heute kann jeder mit relativ geringem Aufwand einen
vollwertigen Internet-Knoten aufbauen. Den Rechner, der dazu benötigt
wird, kann er dabei unter dem Arm von einem Ort zum anderen tragen. Mittlerweile
gewinnen aber wirtschaftliche Interessen im Netz immer mehr die Oberhand,
da immer mehr Unternehmen das Internet nicht nur als Kommunikationsplattform
nutzen, sondern auch direkt mit dem Netz Geld verdienen wollen. Die Schlagworte
"E-Commerce" und "E-Business" sind nicht umsonst in
jeder Fachzeitschrift zu finden.
10. Was interessiert an diesem Kind?
E-Mail: Die elektronische Post im Internet. Jeder hat im Internet eine
eindeutige Mail-Adresse. Darüber kann er für ihn auf einem Netzknoten
hinterlegte Post abholen, bzw. dort oder bei jedem anderen Netzknoten
Post für andere abliefern. So ist es möglich, weltweit persönliche
Nachrichten zu übermitteln, wobei die Zustellgeschwindigkeit nur
von der Abfragehäufigkeit des Empfängers bestimmt wird. Dadurch
ist sie in vielen Belangen der traditionellen Briefpost weit überlegen.
Mailing-Listen: Bedienen sich der E-Mail-Technik.
Internetnutzer mit gleichen Interessen lassen sich in entsprechende Mailinglisten
eintragen. E-Mails zu diesem Thema werden dann nur noch an eine Adresse
gesendet, ein Rechner übernimmt dann die Verteilung der Nachricht
an alle in der Liste eingetragenen Empfänger.
News: Auch bezeichnet als "Usenet".
Auch hier wird eine Nachricht in Form einer E-Mail an eine zentrale Stelle
gesandt, hier die "News-Group". Im Unterschied zu Mailinglisten,
wo Interessenten eingetragen sind und dann zwangsläufig jede Nachricht
der Liste übermittelt bekommen, kann hier jeder den Inhalt der News-Gruppe
vor Übermittlung sichten und nur ihm wirklich interessant erscheinende
Nachrichten abrufen. So ist es in einer News-Group ausreichend, einfach
nicht die Gruppe aufzusuchen (z.B. bei Urlaub, etc.) und der eigene Rechner
wird nicht mit ungelesenen Nachrichten belastet. Bei Mailing-Listen ist
hier eine Nachricht an den entsprechenden Server nötig. Für
die Zeit, in der man nicht Mitglied einer Mailingliste ist, bekommt man
entsprechend auch keine Nachrichten, während News-Groups auch später
noch eingesehen werden können.
World Wide Web: Ein passiver Dienst auf
grafischer Basis zur Informationsabfrage. Der besondere Reiz des Web liegt
in seiner abstrakten Seitenbeschreibungssprache HTML, die es ermöglicht,
mit einfachen Befehlen Text, Grafik und sog. "Hyperlinks" auf
einer Bildschirmseite zu integrieren. Mit Hyperlinks wird es dem Betrachter
ermöglicht, per Knopfdruck zu einem anderen Rechner zu wechseln,
der eventuell weitergehende Information zu dem interessierenden Thema
bietet. Die Fortbewegung durch das gesamte Internet mittels dieser Hyperlinks
wird als "surfen" bezeichnet.
File Transfer: Spezieller Dienst, der geschwindigkeitsoptimiert
arbeitet, um auch die Übertragung großer Dateien im Internet
in annehmbarer Zeit zu ermöglichen.
Telnet: Einer der Dienste, für die
das Konzept des Internet ursprünglich entwickelt wurde, ermöglicht
das Fernbedienen von fremden Rechnern.
Java: Eine rechnerunabhängige Programmiersprache,
die ursprünglich zur Steuerung von Haushaltsgeräten von SUN
Microsystems entwickelt wurde. Dient jetzt als offener Standard zur Erweiterung
der HTML (Hyper Text Markup Language) im WWW, die es ermöglichen
soll, daß Grafiken animiert werden können (Filme und Sequenzen)
und eine Kommunikation zwischen dem Seitenanbieter und dem Nutzer stattfinden
kann. Als Konkurrenz dazu wurde von Microsoft das Konzept ActiveX aus
der Taufe gehoben, welches aber erhebliche Sicherheitslücken aufweist.
11. Das "Erwachsenwerden"
Nachdem die Pionierzeit in Deutschland (und Europa) vor allem durch Newcomer
und relativ kleine Firmen bestimmt wurde, haben jetzt die großen
Kommunikationsunternehmen das Internet entdeckt. Das Problem der kleineren
Betriebe waren die hohen Leitungskosten zur Anbindung an andere Internet-Netzknoten.
Da das "Kernnetz" sich zu dem Zeitpunkt hauptsächlich in
den USA befand, musste jeder Provider, der einen qualitativ hochwertigen
Anschluss an das Internet suchte, eine schnelle Datenleitung über
den großen Teich legen lassen.
Zur Zeit bauen alle großen Unternehmen mit Ambitionen im Internet
ihre Infrastruktur mit gigantischem finanziellen Einsatz aus und bilden
strategische Allianzen mit etablierten Unternehmen. Den User freut es,
da nun die dringend benötigten europäischen "Backbones"
aufgebaut sind und durch den Konkurrenzkampf die Preise sicherlich weiter
sinken. Ein Zusammenwachsen der klassischen Telekommunikation Sprache
mit dem dynamischen Internet scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.
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